Strahlenschutzuntersuchung

Informationen für Strahlenschutz im Betrieb

Wir sind eine Gruppe von Ärzten aus dem Raum Mannheim und Ludwigshafen in der Nähe von Frankfurt am Main, die Leistungen für Betriebe mit Strahlenexposition erbringen.

Was ist Strahlenschutz?  »

Strahlenschutz im Betrieb

Um Menschen und die Umwelt bei der Nutzung ionisierender Strahlung zu schützen, ist es wichtig Strahlungen zu kategorisieren und ihre potentiellen Auswirkungen zu erkennen. Aus diesen Gründen ist der Strahlenschutz in der Medizin wichtig. Der größte Mehrwert von Strahlenschutzmaßnahmen ist die Sicherstellung für Mitarbeiter, Patienten und die Umwelt vor den Gefahren ionisierender Strahlung. Seit den Atomunfällen 2011 rückt die Strahlenbelastung immer mehr in das Bewusstsein der Menschen. Tagtäglich sind Menschen Strahlungen ausgesetzt, die den Menschen selbst und auch der Umwelt schädigen können. Das Ziel des Strahlenschutzes ist es die Folgen von Strahlungen zu vermindern und die Betroffenen zu schützen.

Auswirkungen von Strahlung

Was passiert mit dem menschlichen Körper, wenn dieser Strahlungen ausgesetzt ist? Das Körpergewebe tritt in eine Art Wechselwirkung mit den Strahlungen und nimmt diese im gewissen Maße auf. Ist der Mensch dauerhaft höheren Strahlungsmengen über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, kann sich die Zellstruktur des Körpers verschlechtern und die DNA kann beeinträchtigt werden sodass es letztendlich zu unerwünschten Auswirkungen führt. Beispiele für mögliche Auswirkungen durch Strahlung sind Haarausfall, verminderte Wirksamkeit unseres Immunsystems und Herzinsuffizienz.

Wer ist betroffen?

Die Strahlungen können je nach Auswirkungen in ionisierende und nicht ionisierende Strahlung unterteilt werden. Röntgenstrahlungen und Strahlung von radioaktiven Stoffen sind Beispiele für eine Ionisierende Strahlung. Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotlicht, Strahlungswärme und Terahertzstrahlung können als Beispiele für nichtionisierende Stoffe aufgelistet werden. Verschiedene Berufsgruppen sind dieser Strahlung vermehrt ausgesetzt: Mitarbeiter im Medizinischen Bereich, Mitarbeiter in Kernkraftwerken, Forschung und Entwicklungsbereiche, Bergarbeiter, Mitarbeiter in Wasserwerken, Piloten, Flugpersonal, Mitarbeiter und Ärzte in radiologischen Zentren.

Forderungen des Gesetzgebers

Um das Auftreten schädlicher Effekte und mögliche auftretenden stochastischen Effekte wie z.B. Krebs und Erbeffekte zu reduzieren wurde eine Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und Röntgenverordnung (RöV) festgelegt. „Die Grenzwerte der effektiven Dosis im Kalenderjahr betragen nach § 46 Abs. 1 StrlSchV für den Schutz von Einzelpersonen der Bevölkerung 1 Millisievert. Nach § 55 Abs. 1 Satz 1 StrlSchV liegt der Grenzwert für den Schutz beruflich strahlenexponierter Personen bei 20 Millisievert (Quelle: hier).
Wird der vorgeschrieben Wert der Strahlenmenge überschritten, wird die Person als strahlenexponiert bezeichnet und muss sich ärztlich untersuchen lassen.


Was müssen Unternehmen beachten?

Sind Ihre Mitarbeiter Strahlung ausgesetzt, müssen diese durch einen ermächtigen Arzt untersucht werden. . Besonders exponiert sind Mitarbeiter in den Berufsgruppen Medizin, Kernkraft, Forschung und Entwicklung, Flugpersonal, Bergwerk.
Der Gesetzgeber unterscheidet dabei zwei Kategorien, je nach Grad der Exposition.

Welche Kategorien gibt es?


A

Kategorie A: Sind Personen einzustufen die über 6 MSV (Strahlungen) pro Jahr ausgesetzt sind. Diese strahlenexponierten Personen müssen vor Beginn der Tätigkeit untersucht werden und danach in regelmäßigen Abständen von einem Arzt für Arbeitsmedizin oder Betriebsmedizin, untersucht bzw. nachuntersucht werden. Durch die Strahlenschutzverordnung ist der Arbeitgeber verpflichtet, seinen strahlenausgesetzten Arbeitgebern eine “Nachgehende Untersuchung” anzubieten. Die Art und Weise der Untersuchung hängt vom Gesundheitszustand, der auszuübenden Tätigkeit und den gesundheitlichen Auswirkungen ab. Der ermächtigte Arzt hält sich bei der Strahlenschutzuntersuchung nach definierten Richtlinien.

B

Kategorie B: Sind Personen, die über 1 MSV pro Jahr an Strahlungen ausgesetzt sind. Bei diesen Personen ist nur auf Anforderung der Behörden, oder wenn die Grenzdosisüberwachung eine Belastung aufzeigt, eine Ärztliche Untersuchung durchzuführen. Laut Strahlenschutzverordnung sind nur Ärzte, die die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz nachweisen, ermächtigt diese Untersuchungen durchzuführen.

Handlungsbedarf

Aufgrund dieser zuvor genannten Fakten und Rechtslagen ist es wichtig, als Arbeitgeber von strahlenexponierten Mitarbeitern, einen in Strahlenschutz ermächtigten Arzt aufzusuchen und mit diesem zusammen für die Sicherheit des Personals zu sorgen.

Unsere Leistungen

Erstklassige Qualifikation

Die gesetzlichen Bedingungen erfordern spezifische Qualifikationen, die wir vorweisen können.

Deutschlandweite Erfahrung

Von Mannheim und Ludwigshafen aus betreuen wir Kunden in Speyer, Frankfurt, Berlin und München.

Zeitnahe Terminvergabe

Strahlenschutz ist ein hochrelevantes Thema - wir nehmen das mit einer zeitnahen Terminvergabe sehr ernst.

Kontakt: Ihr Ansprechpartner


Strahlenschutz im Betrieb schützt die Mitarbeitergesundheit und schafft rechtliche Sicherheit. Nachlässiger Strahlenschutz schafft nicht nur bedenkliche rechtliche und juristische Risiken, sondern stellt Ihr Unternehmen auch in einem schlechten Licht dar.

Wir bieten daher Beratung und medizinische Leistungen rund um den Strahlenschutz im Betrieb. Haben Sie Fragen, Anregungen oder möchten prüfen, wie Ihre Mitarbeiter expositioniert sind? Schreiben Sie uns doch eine Mail oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.


Dr. Turgay Göksu

Facharzt für Innere Medizin
ermächtigter Arzt für Strahlenschutz
Facharzt für Arbeitsmedizin


Die Ausrichtung von Gesundheit in der Arbeitswelt von morgen darf sich nicht nur auf Wettbewerbsaspekte fokussieren. Humanitäre, ethische und soziale Bezüge stellen insbesondere auch für die Arbeitsmedizin eine wichtige Herausforderung dar.

Weber/Hörmann (Hrsg.) »Psychosoziale Gesundheit im Beruf« 2007, S. 567